Startseite
    normal
    clip
    buch - tip
    fuchs & fritz
    elmo
    bored72 - bilder
    bild spezial
    dialog
    musik
    film
    lustig
    text
    bild sonstiges
    aufgeschnappt
  Abonnieren
 


 
Links
   ratsch-raum
   TV programm online
   homepage
   paint me a picture
   monstropolis
   pixel art by madame
   seelen.gewitter
   smilies zum einbetten
   deutsch / englisch

Besucher online

http://myblog.de/bored72

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
text

( nur so aus lust am schreiben )

" sie sind also laetitia ?" fragte er mürrisch.
"ja" , sagte die selbige und biss in ihr sandwich
aus dem in folge dieser an ihm verübten gewalttat
eine weisslich zähe flüssigkeit
- vermutlich das dressing -
an einer seite hervorquoll und ungeniert zu boden tropfte .
"passen sie doch gefälligst auf , sie versauen mir den teppich !"
raunte er und reichte eine papierservierte
in der hoffnung laetitia möge die folge ihrer barbarischen
esskultur umgehend damit beseitigen.
diese bedankte sich höflich und tupfte ihre mundwinkel damit ab
um anschliessend das zerdrückte utensil gleichmütig
auf den tisch zu legen.
er stand schon auf dem sprung aufstehen zu wollen
um den teppich selbst zu säubern
dazu hätte er sich jedoch aus augenhöhe zu ihr
von seiner sitzposition
nach der überlegenen grösse des standes
vor ihren füssen zu boden knien
oder zumindest bücken müssen
und das erschien ihm gänzlich unangemessen
sowie seiner unwürdig
so dass er nur nervös mit den fingern
auf den tisch zwischen ihnen trommelte
tief durchatmete und es vorerst dabei beliess.
"ich schätze sie sind sich der tragweite ihres fehlverhaltens
nicht im mindesten bewusst !
wie konnten sie nur so unumsichtig sein
streng geheime dokumente am kopiergerät
liegen zu lassen , wo ein jeder dadurch zugriff darauf hat !"
sie schlug ein bein über das andere und zuckte mit den schultern
bevor ein weiterer herzhafter biss in ihre teigware folgte.
"herrgottnochmal und legen sie jetzt das verdammte sandwich beiseite !"
herrschte er sie an ,kurz davor es ihr aus der hand zu reissen.
sie legte den kläglichen rest des teilchens auf den tisch ab
wischte ihre hände an der jeans ab
drehte sich gänzlich zu ihm herum
stellte ihre beine nebeneinander fest auf den boden
legte die unterarme auf der tischplatte ab
so dass sich die fingerspitzen ihrer beider hände berührten
und blickte ihm wach und offen ins gesicht.
" ich weiss nicht was sie meinen , " sagte sie ruhig ,
" ich habe meinen schreibtisch heute nicht mal zum scheissen
verlassen , geschweige denn dass ich beim kopierer war ."
er erschrak bei ihrer ordinären wortwahl und verzog irritiert
und angewidert die augenbrauen .
" passen sie auf wie sie mit mir reden ,
wir sind hier nicht in eine ihrer eckkneipen ! "
" ich gehe in keine kneipen , " erwiderte sie gelassen,
"und wüsste zudem nicht wo sich eine solche in meiner nähe befinden sollte. "
" drei häuserblocks weiter ihre strasse hinuter
an der nächsten kreuzung . " setzte er ihr trocken entgegen.
"ach ? " bemerkte sie spitz und hob die rechte augenbraue.
" wissen sie ich hab mir über sie umfangreiche erkundigungen eingezogen.
daraus ergibt sich dass sie nicht nur in einer der fragwürdigsten viertel leben
sondern auch einen sagen wir mal recht laxen lebensstil pflegen .
wie sie an den job in unserer firma gekommen sind ist mir ein rätzel
da ihre tatsächlichen qualifikationen weniger als unzureichend sind
wenn man denn mal ihre gefälschten bewerbungsunterlagen ausser acht lässt.
sie haben weder einen hochschulabschluss noch ein studium in humangenetik
absolviert und die aufgeführten eltern nebst den hochdotierten geschwistern
sind in der tat nicht existent . gott weiss wer sie sind und woher sie stammen
aber ich weiss dass sie eine betrügerin sind und zudem ziemlich dreist. "
sie legte ihren kopf leicht seitlich in den nacken
blickte ihm fest in die augen
und mit einem leicht spöttischen zug um die lippen
wobei sie sich ihm ein stück weiter entgegenbeugte
sagte sie so ruhig und gelassen
dass er mühe hatte sie akustisch zu verstehen :
" ich bin seit über sieben monaten in ihrer firma und leiste hervoragende arbeit.
oder wollen sie das etwa bestreiten ?
haben sie selbst nicht vor kurzem ihrem vize den vorschlag gemacht
mich für eine beförderung vormerken zu lassen ?
was macht es dann schon dass die einen oder anderen meiner unterlagen
nicht ganz der wahrheit entsprechen.
immerhin habe ich einen wesentlichen teil dazu beigetragen
dass ihre firma mit ihren versuchen ein gutes stück vorangekommen ist.
eine der kritischen testreihen stehen sogar kurz vor einem
vermarktungsreifen abschluss.
ich möchte sie also darauf hinweisen dass sie besser acht haben
mit welchen unterstellungen sie mir begegnen .
fakt ist ich habe das labor heute nicht verlassen."
" und wie erklären sie sich dann,dass vertrauliche unterlagen
die sich nur in ihren händen befinden sollten
im orginal neben dem kopierer lagen
bevor sie meine sekretärin mir auf den schreibtisch legte ? "
" ich weiss es nicht . " sagte sie und lehnte sich wieder zurück.
" das sollten sie aber ! selbst wenn sie ihnen entwendet wurden
sind sie dafür verantwortlich ! "
" die besagten dokumente lagen in meinem safe .
dort lagen sie schon seit 3 monaten
unbeachtet im übrigen.
als ich in das projekt eingestiegen bin enthielten sie daten
die mir nutzlos weil lange überholt erschienen.
kurz: ich habe sie nicht gebraucht weil für meine zwecke sinnlos .
und ich kann ihnen versichern wer auch immer sich dazu zugang verschafft hat
es wird ihm oder ihr zu nichts nütze sein . "
" ich verbitte mir ihre überheblichkeit !
es handelt sich um abschriften meiner eigenen forschungsarbeit
über den zeitraum der letzten zwei jahre ! "
" tja.." sagte sie trocken und griff wieder nach ihrem sandwich,
" das tut mir leid. "
sie schob sich das letzte stück in gänze in den mund
schloss genussvoll die augen und kaute bedächtig.
die pure provokation
dachte er
und kramte in seinem jackett nach der dose mit dem blutdrucksenkenden pillen
von denen er sich 2 hastig einwarf und mit einem schluck wasser
aus dem glas vor ihm hinuterspülte.
"vielleicht," bemerkte sie nüchtern mit vollem mund ,
" sollten sie noch eins von den antidepressiva hinterherschicken. "
"WAS ERLAUBEN SIE SICH ! " fuhr er sie an.
" auch ich habe es mir erlaubt mir ein paar informationen über ihre person zukommen zu lassen ."
sie schluckte den letzten rest ihres brötchens hinuter
griff nochmal nach der bereits benutzen papierserviette
und tupfte sich den mund ab.
anschliessend zog sie einen roten lippenstift aus ihrer hosentasche
und zog freihand und gekonnt ihre lippen nach
bevor sie ihn wieder dort verschwinden liess
woher sie ihn genommen hatte.
" stressbedingter alkoholabusus mit depressiver begleitsymtomatik.
bluthochdruck und ein operativ entferntes magengeschwür.
in dritter ehe verheiratet aber bislang kinderlos.
zudem stammgast in homosexuellen etablisments der gehobenen art
mit einem faible für sehr junge männer .
und ich meine wirklich sehr jung .
von männern kann im grunde keine rede sein.
ansonsten keine nennenswerten auffälligkeiten.
weder ein eintrag im polizeilichen strafregister
noch finanzielle unebenheiten.
sie arbeiten rund um die uhr und zahlen brav ihre steuern
ohne tricks und betrügereien .
sie leben in bester wohnlage
sind beliebt bei den nachbarn
und gesellschaftlich anerkannt.
sozusagen der perfekte saubermann
wenn man von ihrem kleinen hobby absieht.
aber das sei ihnen verziehn.
es heisst sie wären korrekt und grosszügig
und keiner der zu gewalt neigt."
er starrte sie an wie das kaninchen die schlange
und hoffte inständig
dass sein kreislauf in den nächsten sekunden keinen abgang machte.
sie bemerkte dass die farbe bedenklich aus seinem gesicht wich
und sagte in einem versönlichem tonfall:
" keine sorge. ihr kleines geheimnis bleibt unter uns.
ich hege keinerlei intressen sie defamieren zu wollen.
wozu auch .
vergessen wir das ganze am besten
auch dass meine qualifikationen nicht ganz ihren vorstellungen entsprechen."
er registrierte ihren einwurf wie im nebel
und es trug rein gar nichts zu seiner beruhigung bei.
er spürte kalte schweissperlen die stirn herabrollen
und sein atem ging flach.
die luft hat keinen sauerstoff
dachte er und fühlte sich beklommen.
über seinen blick legte sich ein schleier
welcher seiner sicht die konturen nahm
und er sah ihr gesicht dem seinen näher gekommen
aber erkannte nur das rot ihrer lippen
und dass sich diese zu einem milden lächeln verzogen hatten.
die augen,dachte er,ich sehe ihre augen nicht richtig
und er versuchte sich darauf zu konzentrieren
die farbe ihrer augen ausmachen zu wollen
aber alles verschwamm in einer einheitlichen blässlichen farbmasse
bis auf dieses rot
dass ihm auf einmal aufdringlich erschien
und übelkeit in ihm hervorrief.
er war kurz davor sich zu übergeben.
" ach übrigens, " drang ihre stimme ruhig und sanft an sein ohr
welches nicht mehr weit von diesem grässlichen rot entfernt zu sein schien:
" bei der testreihe die nun nahezu abgeschlossen ist
handelt es sich um den bewusstseins und wesenverändernden stoff
mit hallozigener wirkung unter der man menschen änlich wie in hypnose
nur wesentlich effektiver und unauffälliger
manipulieren kann .
sie nehmen ein oder zwei pillen davon
versinken in einen traumartigen zustand
und werden einer umfassenden hirnwäsche unterzogen .
ein paar stunden später erwachen sie praktisch als ein völlig andrer mensch.
das millitär hat schon seit geraumer zeit sein intresse daran kundgetan.
es fehlt nur noch der abschluss:
der versuch des ausgereiften produktes am menschen."
bleierne müdigkeit begann ihm durch die adern zu kriechen
und sein körper fühlte sich an
wie ein nasser sack der an erdung verlor
und nach vorne kippte
er fing den fall seines oberkörpers an der tischplatte ab
mühsam
da seine arme und hände nur verzögert seinem willen folge leisteten
und sein wille an sich
sich mehr und mehr seinem bewusstsein entzog.
sie beobachtete mit regem intresse
wie ihm der speichel begann unkontrolliert
aus dem mund zu tropfen.
er konnte seinen kopf kaum mehr aufrecht halten.
sie stand auf ging um den tisch herum zu ihm
griff ihm unters kinn und hielt sein gesicht nach oben.
seine augen irrten träge umher
unfähig sich auf einen punkt zu fixieren.
ihr lächeln wich einem grinsen.
" na dann wollen wir mal sehn was wir aus ihnen zaubern können.
als was möchten sie denn wiedergeboren werden ?
als ameise ? oder darfs eine art rambo sein ?
was immer sie möchten :
ich werde ihnen jeden wunsch erfüllen."
sie lachte leise.
perfekt.
zwei fliegen mit einer klappe geschlagen:
ihre identität wurde gewahrt und das tüpfelchen zum i
für das projekt gesetzt.
sie hatte nur seine blutdrucktabletten gegen die pillen
mit dem bahnbrechenden wirkstoff austauschen müssen
welche von der optik her so gestaltet waren
wie x andere handelsübliche präperate gegen die standartleiden
der modernen zivilisation.
ein wahrer geniestreich.
alles andere eine frage des passenden zeitpunktes
nebst einem eingefädelten zweckdienlichen ereignis.
sie würde ihre beförderung bekommen
ja mehr noch
sie würde partner werden und er ihre willige marionette
bis eines tages die schockierende nachricht
die mitarbeiter der firma erreichen würde
er hätte suizid begangen.
der arme.
kein wunder bei seinen depressionen.
seine dritte ehefrau würde eine sehr wohlhabende witwe werden
und ein paar jungs einen grosszügigen gönner verlieren.
aber auch denen würde sie noch eine art abfindung zukommen lassen.
ihre bislang zur schau gestellte gelassenheit
wich einer inneren euphorie
und zog das kuvert aus ihrer weissen kitteltasche
welches sie bis dato immer sorgsam bei sich getragen hatte
und das den wohl ausgearbeiteten text
der manipulation enthielt
und legte es sich vor sich auf den tisch bereit.
ein fest
dachte sie sich
ein wahres fest
und sie konnte es mit keinem teilen.
in einem anflug an übereifer
ging sie nach nebenan
und bat seine sekretärin um eine flasche champanger
mit zwei gläsern
es gäbe etwas zu feiern
sagte sie zu ihr.
" oh wie schön ! " flötete diese unbedarft
" und man soll ja bekanntlich die feste feiern wie sie fallen ! "
dann machte sie auf dem absatz kehrt und nahm eine flasche
aus der kühlabteil der kleinen aber erlesenen bürobar
sowie 2 langstielige gläser aus teurem kristall
und reichte sie laetitia.
" na dann viel spass !" gab sie nahezu dümmlich verbindlich von sich.
laetitia lächelte ebenfalls verbindlich zurück
und dachte sich
dass seine sekretärin einer der ersten wäre
die sie feuern würde.
zu dumm .
zu einfältig.
zu billig ihre ganze aufmachung.
richtigehend hässlich im grunde.
" danke, sie sind ein schatz,janette ! " sagte sie
und ging zurück ins büro
und zog die tür hinter sich ins schloss.
mit geübtem griff entkorkte sie den champagner
und sagte zu dem schlaffen mann
der auf der tischplatte tief und mit langen atemzügen schnarchte:
" auf dich,mein lieber ! cheers! "
und sie nahm einen kräftigen zug
direkt aus der flasche.
dann zog sie einen stuhl direkt vor ihn
trank nochmals und setzte sich mit ihrem dokument
vor ihm zurecht
und begann mit der prozedur
in einem festen und ruhigen tonfall
sein gesicht dabei wieder am kinn fassend
zu ihr hochgerichtet.
wärend der seitenweise litanei
die nun durch sein ohr in sein bewusstseinsbefreites gehirn drang
bemerkte laetitia eine leichte müdigkeit
die in ihr aufkam
welche sie aber nicht daran hinderte fortzufahren.
etwa 45 minuten später öffnete sich die bürotür einen spaltbreit.
davon bekam sie aber nichts mit.
zu konzetriert wenn auch mit einem aufkommenden leiern
in ihrer stimme
war sie bei der sache.
und so bemerkte weder den dunkelgrauen rocksaum
der durch die tür lugte
sowie janettes zufriedenen kühlen blick.
auch konnte sie nicht mal ahnen
was in janettes scheinbar so einfältigem köpfchen
vor sich ging.
" liebe laetitia , " kam es janette stumm über ihre lippen,
" die formel in festform zu perfektionieren
ist allein dein verdienst.
respekt.
dies schien geradezu unmöglich.
aber die basis des liquids zu perfektionieren
ist dir nicht gelungen.
kam dir gar nicht erst in den sinn.
derweil ist die flüssigform noch viel effektiver.
wesentlich reiner und konzentrierter.
davon braucht es nicht viel, meine liebe.
aber das kannst du ja nicht wissen. "
janette warf noch einen kurzen blick auf die geöffnete flasche
und schloss die türe wieder geräuschlos.
sie begab sich zurück zu ihrem platz
schaute auf die uhr
und nahm einen schluck leitungswasser.
"cheers, meine liebe ! " sagte sie nun laut
und legte lachend ihre beine auf den schreibtisch .



....
30.7.10 00:36


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung