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text

wie das leben so spielt ..

harry und veronique waren ein phänomen.
zwei vom andern planeten , wie anka sich sagte.
er relativ klein und schmächtig und sie mehr als mollig.
fett - wie man so nett über sie zu sagen pflegte.
und nicht nur dass veronique fett war
sie zog sich dazu auch unvorteilhaft an .
der klassiker in engen leggings und schlabbershirt,
die zumeist fettigen langen haare zu einem zopf gebunden
und heftig schnaufend wenn auch nur irgendwas über den
bewegungsmodus "vor-sich-hinschlufernd " hinausging.
nichts desto trotz war sie die queen in harrys dasein.
der grosse, unförmige ,wabbelige planet
um die sich die quirlige harry-sonne stetig mit viel engagement
und fürsorglichkeit drehte .

anka hatte sich als sie beiden kennenlernte
gleich gefragt
was da jeweils beim andern in der kindheit
wohl schief gelaufen sein mag
was die jeweilige anziehungskraft der beiden aufeinander
auslösen konnte.
vielleicht hatte man ihn ja böswillig die mutterbrust verweigert
oder ihn gar ohne mutter aufwachsen lassen.
und sie hatte wohl irgendwann festgestellt
dass ihr kleiner zwergpinscher den mann in ihrem leben
nicht gänzlich ersetzen könne.

weit gefehlt.

harry stammte aus einem sehr herzlichen elternhaus
mit einem bruder und einer schwester
alle so dünn und drahtig wie er selbst
und allesamt ein wenig hyperaktiv .
vernonique war in einer grossfamilie aufgewachsen.
eltern nebst grosseltern in einem haus .
zwei tanten nebst onkels und cousinen und cousins
in der unmittelbaren nachbarschaft ansässig.
irgendjemand war immer gerade schwanger
und es gab bereits einen haufen kleinere kinder
welche in jedem haushalt willkommen und zuhause waren.
ihre 5 geschwister waren zum teil mollig
zum teil schlank und allesamt in irgendeinem sportverein aktiv.

harrys eltern waren beide akademiker
mit einer gut laufenden zahnarztpraxis ( der vater )
und einem lehrstuhl für chemie und physik an der uni .
beide hatten ihren drei kindern die wahl ihres lebensweges
freiwählbar offen gelassen
damit studierte harrys schwester kommunikationswissenschaften
sein bruder war filialleiter eines ortsansässigen elektronikmarktes
und harry selbst jobbte mal hier,mal da und war gesegnet mit
allerhand handwerklichem geschick und einem hellem köpfchen.

veronique hatte eine abgeschlossene lehre als einzelhandelskaufmännin
in der tasche
und arbeitete als telefonistin in einem vertrieb für versicherungen.

beide verdienten genug dass es zum leben reichte
und dank unspektakulärer prioritäten wie
ein stets gefüllter, grosser kühlschrank
nebst einer reichlich sortierten speißekammer
an dessen inhalten die beiden gerne freunde und verwandte
daran teilhaben liessen
indem harry kochte wie ein weltmeister
was er im übrigen sehr gerne tat
nicht nur für seine veronique
wurde ab und an noch ein wenig grosszügiger
in elektrogeräte investiert
seien diese dem haushalt dienlich oder zur unterhaltung.

da die beiden ansonsten weder wert auf mode
oder anderen schnick-schnack legten
und sich ihr geld gut einzuteilen wussten
blieben trotz alledem immer noch am monatsende
ein paar euro zum ansparen übrig
die ab und zu für die anschaffung eines elektronikartikels
gerupft wurden
bzw gerupft worden waren
da die beiden inzwischen nach 2 jahren gemeinsamen wohnens
im grunde alles hatten was sie brauchten
und somit diente der finanzielle puffer dazu
ein oder zweimal im jahr
einen kleinen urlaub zu finanzieren .

für anka waren die beiden ein ausbund an glück und zufriedenheit.
sie war gerne gast und wurde viel dazu geladen
es gab immer reichlich frischgekochte leckereien
und sie genoss die gesellschaft der warmherzigen und ruhigen vernonique
und die bunten und humorvollen geschichten aus harrys alltagsleben.

eines tages begannen jedoch erst schleichend
dann immer deutlicher werdend
sich krisen und probleme in das leben der beiden einzufinden.

veronique wurde trotz heiss ersehntem kinderwunsch nicht schwanger
was sie wohl weit mehr betroffen machte als harry
der sich auch ohne kinder in ihrer beiden leben als zufrieden einfand.
auf drängen von veronique konsultierten beide jeweils mehrere fachärtze
welche ihnen allesamt bestätigten weitgehend gesund
sowie zeugungs- und gebärfähig zu sein.

veronique suchte ihren kummer darüber
in genusssucht zu ersticken
und begann noch mehr zu essen als eh schon
wärend harry
seine veronique bislang so liebend und begehrend
wie sie nun mal war
sich zunehmend seiten im internet bediente
mit frauen
die mit seiner veronique so wirklich gar nichts gemein hatten
was veronique irgendwann durch einen dummen zufall entdeckte
harry die erste richtige szene überhaupt in ihrer beziehung machte
in welcher dieser sich schuldbewusst und verschämt
mit tausend abwiegelnden argumenten rauszuziehen versuchte
was ihm leider nicht so recht gelang
und das ganze damit endete
dass veronique den zugang des PCs zu bestimmten webseiten sperren liess
und harry irgendwann nach getaner arbeit
mit seinen freunden mit beginnender regelmässigkeit
auf ein oder mehrerer bierchen abends in einer kneipe verblieb.

anka , welche von veronique ins vertrauen darüber gezogen wurde,
versuchte ihr bestes zwischen den beiden zu vermitteln :

" das machen fast alle männer, das ist doch normal .
lass ihm seine webistes und schau drüber weg .
er liebt dich doch.das hat mit seiner liebe zu dir rein gar
nichts zu tun . "

" ach ja ? und wie stellst du dir das vor ,
soll ich ihm dazu etwa auch noch sein bier kaltstellen
und hinterhertragen ?! "

" warum nicht ? damit beweisst du souveränität . "

" anka wenn ich dich nicht so gern hätte
würde ich dich jetzt hochkant aus der wohnung schmeissen, echt ! "

anka, die nun irgendwie das gefühl hatte
argumentativ nicht ganz zulänglich gewesen zu sein
schnaufte peinlich gerührt auf
und verliess dies unwegsame terrain mit der bitte
um noch einen kaffee und ein stück torte
welche vernonique selbst gebacken hatte und die in der tat
wie immer vorzüglich war.

veronique kam ihrer bitte nach
nicht ohne sich selbst 2 stück kuchen
auf den eigenen teller zu legen
und diese noch mit sprühsahne und krümelkrokant zu versehen
und dies sich alsdann mit aller leidenschaft und heftigkeit
einer bis aufs mark verletzten und frustrierten frau
in gross aufgelegten haufen genussvoll zu munde zu führen.

danach lehnte sie sich auf dem stuhl zurück
kramte mit einem ungelenken griff nach hinten
aus dem küchenregal einen aschenbecher heraus
und eine bereits angebrochene schachtel malboro
legte beides auf den tisch und steckte sich eine zigarette an.

" du rauchst ?! " anka war ehrlich entsetzt.

sie qualmte zwar selbst wie ein schlot
aber doch vernonique nicht
ok , sie mag über das herkömmliche maß gegessen haben
seit je her schon
aber ansonsten :
keine nennenswerten laster .

veronique nahm einen kräftigen zug
und blies den rauch trotzig-theadralisch aus .

" ja und ?! " sagte sie dann .

" seit wann ? " fragte anka .

" seit einer weile, ok ?
muss ich dir jetzt darüber rechenschaft ablegen ? "

" nein, natürlich nicht .
ich mein ja nur . " gab anka leicht betroffen zurück.

sie wollte soeben bemerken dass es veroniques gesundheit
in anbetracht ihrer inzwischen doch beträchtlichen adipositas
geradezu mit höchstem risiko alles andre als zuträglich wäre
verkniff sich diesen kommentar jedoch rechtzeitig
da sie auch nicht mehr in der lage gewesen wäre
ein weiteres stück torte zum themenwechsel zu sich nehmen zu können.

froh darüber eine weitere ungute stimmungslage
derart bedacht umgangen zu haben
nahm anka ihre tasse kaffee zur hand
und wollte grade zum trinken ansetzen
als veronique sich gewichtig nach zu ihr nach vorne beugte
sie mit einem festen blick fixierte und begann :

" anka ich habe eine bitte an dich ."

" ja ? "

" ich bitte dich mit harry zu reden und ihn zur vernunft zu bringen.
mir hört er leider nicht mehr zu. wir reden seit tagen nur noch das nötigste
miteinander . die situation ist inzwischen so vertrakt, da is für
mich kein durchkommen mehr . "

anka stellte die tasse ungenutzt auf den tisch zurück
räusperte sich kurz
und sagte dann mit einem zuversicht vorgebenden tonfall :

"klar. kann ich machen . also : ich versuchs . "

" gut. und ich wär dir wirklich dankbar wenn du ihn in seinen ansichten
nicht auch noch bestärken würdest.
von wegen : das machen ja alle männer.
das sei ja normal .
weil :
HARRY HAT DAS BISLANG NOCH NIE GETAN !
UND NEIN,VERDAMMT NOCHMAL : NORMAL IST DAS NICHT !! "

vernonique lief rot an und anka bekam einen anflug von panik
weil sie sich beim besten willen nicht vorstellen wollte
wie sie vernonique im falle eines herzanfalles hätte helfen sollen.

" nein , keine sorge , das mach ich nicht !
ich werde ihm klarmachen dass dies so auch keine lösung
für eure probleme ist . " sagte anka schnell
und hatte nicht den gerinsten schimmer
wie sie mit harry überhaupt darüber reden sollte.

über so etwas derart privates.
intimes nahezu schon.

ok sie mochte harry und sie verstanden sich
aber so wie bislang eben
auf eine herzlich unverbindliche art und weise.
es hatte nie eine situation gegeben
in denen über probleme geredet wurde
da es nie probleme gegeben hatte.

sie kannte harry nur als die quirlige sonne
um den planeten vernonique
wie gesagt

einen unterhaltsamen, witzigen gastgeber.

und nicht als sittenlurch und sexmonster
zu dem veronique ihn nun degradiert hatte.

eigendlich
im grunde
wollte anka nichts weniger
als mit harry darüber reden zu müssen.

aber nun war es zu spät.

" hast du vielleicht noch einen kleinen vodka , zur verdauung ? "
fragte anka mit einem verkrampften lächeln
und natürlich wurde ihr auch dieser nicht vorenthalten
sie griff nach einer dargebotenen malboro von vernonique
und begoss mit einem kurzen schluck ihr unseeliges schicksal.


*


anka traf an einem ihrer freien tage abends
harry in dessen kneipe an.
er hatte gerade sein erstes bier bestellt und freute sich anka
so unverhofft zu sehn .

" anka ! was machst du denn hier ? "


" na so ein zufall ! " frohlockte sie mit einem flauen gefühl im magen.

sie erfand die story eines abendspazierganges
mit dem spontanen entschluss
hier einzukehren in der hoffnung einen guten bekannten anzutreffen.

" tja, leider scheint er ausgerechnet heut doch nicht hier zu sein.naja."
gab sie bedauernd vor
und bestellte sich eine cola.

" aber da ich dich hier schon mal antreffe, " fuhr sie fort ,
" ich würd gern mal mit dir über was unter vier augen reden ."
und schaute kurz zu der runde von harrys kumpels
welche neugierig grinsend ihr zuprosteten.

" ja. kein problem."

harry rückte ein ganzes stück von den andern weg
und dicht an anka heran.

" was gibts ?"

vielleicht hätte ich mir doch was alkoholisches bestellen sollen
dachte anka
deren kreislauf plötzlich merklich instabil wurde
so eine furcht und solch einen unwillen hatte sie
mit harry im auftrage dessen lebensgefährtin
dieses heikle thema anzusprechen.

" harry ich hab euch beide so furchtbar gern
und es bedrückt mich feststellen zu müssen
zu spüren- quasi - dass da irgendwas bei euch grad
nicht so in ordnung ist.
hängt der haussegen schief bei euch ? "

harrys immerfröhliches grinsen geriet ins stocken.
und als anka gerade überlegte wie sie wann
das thema zum punkt bringen solle
fing harry an
ihr sein herz auszuschütten .
nichts davon war neu für anka
wusste sie alles doch schon von vernonique
aber harry erzählte alles im detail von ihrem versagten kindersegen
zu vernoniques leidliche veränderung im wesen
sowie der ausufernden leibesfülle
und das ganze wurde so umfangreich
dass harry in dieser zeit 4 bierchen intus hatte
bis er schliesslich zu dem punkt angelangt war
dass er sich
unter dem permantenen erwartungsdruck und die ihm
von veronique eingetrichterten schuldgefühlen
geradezu schon als versager vorkam inzwischen
dem der arbeitsalltag in dieser lage schwer fiel
und der sich als zerstreuung und ermunterung - sozusagen -
den natürlich unverzeihlichen fehler erlaubt hätte
auf pornographische websites zurückzugreifen
wobei vernonique ihn unglücklicherweise ertappt hätte
und seit dem die dinge grundlegend
egal was er auch tat oder sagte
in den abgrund liefen .

" was ich auch mach, es ist verkehrt !
ich kann ihr wirklich nichts mehr recht machen .
als ich ihr letztens blumen mitgebracht habe
hat sie sie auf den boden geschmissen
und gewettert so einfach könne ich mir mein schlechtes gewissen
nicht rein waschen ."

anka, inzwischen schon reichlich overloadet mit input
erschrak bei der vorstellung
dass die ruhige und sonst so besonnene vernonique
zu so einem rüden und untypsichen akt fähig war.

und als in ihr gerade die erkenntnis keimte
dass sie die beiden wohl doch nicht so gut kannte
wie sie immer dachte
spürte sie harrys warme und bierseelige hand
sich auf ihrem bein niederlegen
und veränderte geschockt und augenblicklich
ihre position
um diesen ungewollten kontakt zu unterbinden.

harry schien diese geste der zurückweisung nichts auszumachen
er rückte einfach nur noch ein stück näher an anka heran
und offenbarte ihr mit glasigen augen
sie wäre da doch ganz anders
so ein typ wie sie
locker und unkompliziert
mit dem weitblick einer modernen frau
welche die dinge nicht so ernst
und das leben nicht so streng nehmen würde
und was ein segen
dass man sich heut und hier durch zufall
begegnet wäre
und wie das gut täte
sich endlich alles mal von der seele reden zu können
und auf soviel verständnis dabei stossen zu dürfen.

dabei hatte anka kein wort gesagt.
nur zugehört.

und in ihr kam eine säuerliche empörung auf
was dachte er denn
wer sie sei ?!

hielt er sie etwa für eine kleine naive schlampe ?

und falls ja :
seit wann das schon ?!


" harry hör auf,du bist besoffen ! " knallte sie ihm an den kopf
besann sich jedoch auf ihr versprechen vernonique gegenüber
und nur mit sehr viel selbstdisziplin und energieaufwand
brachte sie ein versöhnliches lächeln zustande
und nur um zeit zu gewinnen
bestellte sie harry ein weiters bier
was natürlich der totale schwachsinn war
aber zumindest die heiterkeit in harry zurückbrachte
nebst einem tapsigen schulterschlag mit den worten:

" ach anka, du bist schon eine süsse... "

eigendlich
dachte anka
war es ab hier schon gelaufen.
mission vergeigt.

sie wollte nur noch weg und raus und heim
und das kapitel harry & vernonique für alle zeiten ad akta legen.

" danke harry . ich hab euch beide auch sehr gern
und deshalb liegt mir viel daran
euch beide wieder so wie früher zusammen zu sehen . "

sie rückte ein stück weit ab von ihm
und legte deutliche distanzierung in ihre körpersprache.

" ach anka .. " , er seufzte tiefgreifend auf ,
" ganz ehrlich :
veronique und ich hatten eine ganz nette zeit miteinander
aber ich für meinen teil kann und mag das alles nicht mehr.
ich glaub, ich pack mein zeug und zieh vorerst zu meinem bruder .
vielleicht können wir beide uns ja in zukunft öfter mal sehn
mein bruder hat ein eigenes haus und ich hab dann die obere etage
für mich alleine ...
also nur so, verstehst du , so zum quatschen..und so ..
was meinst du ? "

anka wurde übel.

in was hatte sie sich da nur reinziehen lassen ?

wie sollte sie vernonique gegenüber das ergebnis
dieser unterredung beibringen ?

" überleg dir das besser nochmal in ruhe ", sagte sie kühl .

" ich für meinen teil werd jetzt gehn.
ich muss morgen früh raus . "

" was jetzt schon ?
wos gerade so nett geworden ist !
du hast ja ausser deiner cola gar nichts getrunken
komm,bleib doch noch ein bischen
ich bestell dir einen vodka oder was anderes was du willst ."

"nein danke ! danke,echt. aber ich muss jetzt wirklich los . "

anka liess einen 5 euro schein für die cola auf dem tresen liegen
und trat fluchtartig auf wackeligen knien den heimweg an.

um die uhrzeit zu lesen griff sie nach ihrem handy
und sah dort drei entgangene anrufe von vernonique .

sie setzte sich auf eine bank bei einem bushäuschen
sog die frische nachtluft ein um sich kurz darauf
eine zigarette anzuzünden
deren tief inhalierter rauch ihr schwindel und übelkeit bescherte
so dass sie diese wegwarf .
dann wählte sie veroniques nummer
und veronique ging gleich nach dem ersten klingeln ran :

"und ? was sagt er ? "

" er sagt es täte ihm alles furchtbar leid und er müsse wohl
völlig von sinnen gewesen sein
sich zu so einem derartig verwerflichen verhalten
hinreissen gelassen zu haben ."

" ha ! " rief vernonique im bruston der überzeugung ,
" siehst du ! ich habs dir doch gleich gesagt !
das sowas nicht normal ist !
und wo ist er jetzt ? wann kommt er nach hause ? "

" er hat sich vorhin grad ein taxi gerufen .
er müsste bald wieder bei dir sein .
sei gut zu ihm . "

" na, wir werden sehn ! " vernonique klang fröhlich .

" anka ich danke dir ! du bist grandios ! "

anka empfand einen ansatz von beschämung
der aber deutlich durch das allgemeine entsetzen überlagert wurde
wie wenig sie im grunde die beiden doch gekannt hatte
und ihr weltbild über die perfekte liebe
je bis auf die grundmauern zerstört worden war.

anka liess lange darauf von sich nichts hören.
ignorierte vernoniques und harrys versuche sie zu kontaktieren.

ein halbes jahr später erfuhr sie über eine gemeinsame bekannte
dass die beiden sich vermählt hatten.

und ein jahr später
dass die beiden wieder geschieden wurden.

heute
8 jahre danach
war vernonique
deutlich abgespeckt
mit einem älteren
zaundürren optiker verheiratet
und hat sich
wie sie hörte
auf die zucht von zwergpinschern verlegt
immer noch kinderlos

wärend harry seit geraumer zeit und etlich wechselnden beziehungen
nun dauerhauft scheinbar glücklich mit einer kellnerin liiert ist
- manche bezeichnen sie als "mollig" ,andre als "fett " -
die bereits im siebten monat von ihm schwanger ist.

na denn
alles gute
denkt sich anka

und belässt es dabei .


*
13.9.10 01:07


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