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Mann kann nicht schluss machen - von Sibylle Berg

Es ist nicht einfach, den Beginn der Liebe klar zu bestimmen. Sie tritt für die Beteiligten einer Beziehung oft zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein.

Entgegen allen Gerüchten, können sich Männer schnell entscheiden. Sind sie verliebt, wollen sie eine Beziehung. Sind sie es nicht, folgt all das Theater, das Frauen mit Er leidet noch unter seiner Ex bezeichnen. Entscheidet sich ein Mann gegen eine neue Beziehung, liegt die Vermutung nahe, dass er nur Sex wollte und es infolge begrüsste, würde sich die Frau in Luft auflösen. Ist er jedoch verliebt, will er ganz. Sofort. Heiraten, zusammenziehen, das volle Programm.

Frauen tun sich schwerer. Sie sind Meister der Projektionen und werden mithin selbst dann, wenn ein reizender Mann vor ihrer Haustür liegt, einen Abwesenden bevorzugen, der nur in ihren Träumen zu Hause ist. Doch sagen wir, bei beiden existierte überraschenderweise ein gegenseitiges Interesse, wann genau begann die Liebe? An dem Abend, als man sich das erste Mal bei den Händen hielt? Oder war es dieser Moment, wo man den anderen ansah und einem schwindelig wurde ob des wunderbaren Lebens, das sein Blick versprach? Vielleicht war es der Valentinstag, von dem keiner sagen kann, was der eigentlich bedeutet, man hat sich das Datum im dümmsten Fall eintätowiert oder irgendwo eingetragen, ein SMS, einen Brief, eine Unterhose aufbewahrt, um den Beginn nie zu vergessen, und wird in den folgenden Jahren eine Kerze anzünden, sich Blumen schenken und traurig oder verwundert nach dem Gefühl zum Datum suchen. Wie Besinnungslosigkeit und Rausch sich anfühlen, das kann man sich nicht mehr vorstellen, nach ein paar Jahren. Oder auch schon Monaten.

Die grossen Gefühle waschen aus, werden unklar wie der Mensch, der verschwimmt. Sind wir keine Dummköpfe, fühlen wir uns wohl in einer unkonturierten Zweisamkeit, angenehm, wie ein alter Pyjama, vertraut und gut riechend.

Das ist Liebe! Und sollte sie einst enden, so ist der Moment viel eindeutiger als der Beginn der Geschichte.

Eine Bemerkung des Partners lässt uns Scham empfinden, das Geräusch, das er macht, wenn er eine Frucht verzehrt, lässt uns angeekelt innehalten. Wir sehen den anderen nicht mehr als Teil von uns, sondern als Angehörigen einer Rasse, die es zu nicht viel Brillantem gebracht hat. Egal, ob man eine Affäre hat, sich andere in unsere Träume schieben, das hat nichts mit der wirklichen Tragödie zu tun: verschwindet der liebevolle Blick, ist die Schlacht verloren.

Mindestens einer von zwei Partnern ahnt nun, dass die Geschichte beendet ist, doch er weiss noch nicht, wie er es dem anderen mitteilen wird. Keine schöne Zeit, die bei manchen Menschen zehn Jahre und mehrere Kinder anhält.

Der Mann geht

Sicher mag es Herren geben, die eine gute Frau ohne Grund nach zwanzig Jahren sitzen lassen, doch das sind Maschinenmänner, die mit Anzügen und einem Max-Headroom-Gesicht geboren wurden.

Dem normalen Mann verleidet eine Beziehung selten und wenn, dann hat es erstens Gründe, auf die wir noch eingehen, und zweitens ist ihm nicht klar, was passiert. Irgendein Unwohlsein, kann aber auch von der Erkältung kommen, er wird fühlen, dass etwas nicht stimmt, sein Gehirn ist aber nicht dafür eingerichtet, dieses Gefühl mit Worten in Verbindung zubringen. Bis ein Mann auf die Idee kommt, seine Beziehung sei beendet, muss Grosses geschehen. Zum einen gebricht es ihm an Fantasie, sich auszumalen, wie sein Leben anders verlaufen könnte, als er es kennt, zum anderen ist er es sich gewohnt, Zeit mit einer Frau zu verbringen, die er nur ab und an liebt. Er hatte eine Mutter.

Ist dem Mann unwohl, liegt es oft daran, dass die Frau ihm zu viele Vorhaltungen macht. Ein bisschen braucht er das Gescholtenwerden, er hat stets ein schlechtes Gewissen, weil er an andere Frauen denkt, oder an gar nichts, oder an Fussball, und ihm ist wohl, wenn er ab und an gesagt bekommt, wo-ran er schuld ist. Aber nicht zu oft. Zu viel Vorwürfe, zu viel Leiden, zu viel Ratlosigkeit, damit kann er nicht umgehen, dann wird er unglücklich, sein Appetit lässt nach, seine Augen werden trübe, und er beginnt nach einer Lösung zu suchen: einer anderen Frau. Ein Mann in einer Beziehung, in der ihm wohl ist, wird zwar nach anderen Frauen sehen, wird sich vielleicht mit der einen oder anderen paaren, doch er wird seine Frau nicht verlassen, denn wozu sollte das gut sein?

Der unglückliche Mann

Er hat etwas gefunden, das ihn sich besser fühlen macht. Eine Frau, die ihm das Gefühl gibt, stark zu sein und jung. Das gefällt ihm. Vielleicht wird nichts aus der neuen Beziehung, aber die Idee ist stärker als das schlechte Gefühl in der alten Geschichte.

Der Mann wird von Angst erfüllt sein, denn er ist nicht dumm und weiss, was es heisst, eine Beziehung zu beenden: Ge-spräche. Noch mehr Vorwürfe. Tränen. Er fürchtet um sein Leben. Denn was ein normaler Mann hasst, ist das Reden über Gefühle. Keine Ahnung, wie man das macht. So macht er besser nichts. Er wird ein SMS schicken. Oder einen Zettel liegen lassen. Ich bin weg, es ist aus, ich bin bei Tina. Er ist nicht böse, er denkt nur nicht über Zustände nach, die nicht ihn betreffen, und was er am meisten will, ist seine Ruhe. Der normale Mann stottert, schweigt, verschwindet. Er denkt sich nichts dabei, und das ist in Ordnung, zum Denken sind die Frauen da.

Unangenehmer fast, wenn der Mann redet. Er ist ein Lügner, er verstellt sich. Seine Mutter hat ihn allein erzogen, sie hat ihn gelehrt, im Sitzen zu urinieren, sein Zimmer aufzuräumen, sie hat ihn zur Erfüllung von Frauen-Erwartungen abgerichtet, und die liefert er. Worthülsen; er spricht von seiner emotionalen Unzulänglichkeit, von inneren Besetztzeichen, von Freiheit und sich fühlen wie tot sein. Dabei fühlt er nichts. Der reden-de Mann ist immer ein Schauspieler. Ein Werber, er rasiert sich die Brust, er geht zur Kosmetikerin, er ist ein Lappen.

Man wird die Gründe für das Ende seiner Liebe auch hinter Bergen von Platitüden nicht finden. Die er beherrscht, denn er hat Eric-Emmanuel Schmitt gelesen, und er hält das für Philosophie. Diese Sorte Mann geht auch, ohne eine neue Frau gefunden zu haben. Ihnen wird schaurig unwohl sein, in ihren fast homosexuell gestalteten Wohnungen.

Die Frau geht

Die Liebe der einfältigen Frau endet mit der Ausschüttung ihrer Hormone, einfachen Gemütes wird sie von Leidenschaft faseln, von Rausch, von Orgasmus, von Sich-Auflösen, was nicht mehr meint, als dass die Frau eine leere Grube da angelegt hat, wo ihr Inneres sein sollte. Es ist die Sorte, die von Romantik redet, Rosen meint und Kerzen, die mit anderen Frauen nicht so gut kann und musizierende Männer sexy findet. Sie wird immer einen neuen Rausch brauchen, wenn nicht Männer, dann Prozac, und wenn sie älter wird, bekommt sie De-pressionen und lernt Fremdsprachen. Spanisch. Was Feuriges.

Die einfältige Frau geht also, weil sie nicht mehr erregt ist. Und sie wird lange kitschige Abschiedsbriefe schreiben, über ihre Gefühle reden und sich darüber beklagen, dass er nie zugehört hat. Dass er unsensibel ist. Dass er sie nicht wahrnimmt. Sie wird das Gespräch suchen, und sie wird all den Dreck erzählen, den sie in Frauenratgebern gelesen hat. Es wird ihr nichts ausmachen, dass sie einen Menschen verletzt, denn was für sie zählt, ist: auf ihre Wahrnehmung zu achten, ihre sensitive Seite. Sie wird den Mann mit einer Flut von Sätzen überhäufen und nicht sehen, was sie tut, falls er sie liebt: Sie wird ihn traumatisieren. Ein Mann, der aus einer für ihn be-haglichen Beziehung geworfen wird, ist vergleichbar mit einem Kind, das seine Eltern verliert. Es wird lange dauern, bis er sich davon erholt hat. Er wird sich betrinken, mit Huren herumhängen, er wird schlecht schlafen und Gewicht ver-lieren. Das ist der einfältigen Frau egal. Sie ist schon wieder unterwegs auf der Suche nach Erfüllung, lassen wir sie ziehen.

Ist eine Frau bei Sinnen, weiss sie, dass ein Mann zwar zuhört, aber nichts zu erwidern hat, weil sein Kommunikationszentrum anders funktioniert als das ihre. Ist die Frau intelligent, hat sie ein Vergnügen an dem Mann, der neben ihr geht, der nicht gut zu reden weiss, aber sie sehr gern hat, und sie beschützen will, im Haus Dinge reparieren kann, und trinken will er, mit seinen Kollegen, weil die so angenehm ruhig sind wie er. Die kluge Frau wird einen Mann nur verlassen, wenn sie auf einen Schauspieler, siehe oben, hereingefallen ist, oder wenn die normale Tendenz des Mannes, sich zu zerstören, überhandgenommen hat, wenn er zu viel isst, trinkt, hascht, fremdgeht und ihr Wohlbefinden erheblich einschränkt. Sie wird wissen, dass es ausser Ich will mit dir nicht mehr leben nichts zu sagen gibt und wird vielleicht ein Es gibt einen anderen anfügen, weil das die einzige Botschaft ist, die Männer verstehen. Die kluge Frau wird einen klaren Schnitt machen, packen und gehen. Sie wird vielleicht nur einen Zettel hinterlassen, denn sie weiss: Es gibt keinen Weg, gut Schluss zu machen. Egal, in welcher Art wir uns von wem verabschieden: Es wird am Ende völlig egal sein.

Ist eine Verbindung zwischen zwei Sexualpartnern mehr als eine Affäre, überfrachten wir sie fast immer mit Erwartungen. Die simple evolutionäre Bedeutung einer Beziehung für die Brutaufzucht will für uns elegante, enthaarte Geschöpfe nicht mehr gelten, wir träumen von Symbiose, Partner, Freund, Mutter, Vater, das alles soll uns der andere sein, und ist es doch selten. Im guten Fall ist es einer, den wir ertragen, und im schlechten Fall muss man eben Schluss machen und wieder einsam durch die Gassen schleichen. Dazu hat man, mit Verlauf des Lebens, immer weniger Lust, auch hilft fortschreitendes Alter nicht bei einer Partnersuche, die doch meist biologischen Parametern folgt. Wer Schluss macht, erhofft sich eine Verbesserung für sein Leben, und die traurige Nachricht ist: Die findet sehr oft nicht statt. Das Leben wird selten besser, es wird nur weniger.
29.6.10 21:23
 


bisher 22 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Drako (30.6.10 01:40)
Whow,
hat sie jetzt den Richtigen ?
oder wegen Einsamkeit nur zuviel Zeit ?
sie erinnert mich an mich.
Logik vs fehlender Innigkeit


bored (30.6.10 12:47)
das weiss ich nicht.
aber ich finde mich und meinen seit gestern
ex- freund in dieser passage wieder :

"Der Mann wird von Angst erfüllt sein, denn er ist nicht dumm und weiss, was es heisst, eine Beziehung zu beenden: Ge-spräche. Noch mehr Vorwürfe. Tränen. Er fürchtet um sein Leben. Denn was ein normaler Mann hasst, ist das Reden über Gefühle. Keine Ahnung, wie man das macht. So macht er besser nichts. Er wird ein SMS schicken. Oder einen Zettel liegen lassen. Ich bin weg, es ist aus, ich bin bei Tina. Er ist nicht böse, er denkt nur nicht über Zustände nach, die nicht ihn betreffen, und was er am meisten will, ist seine Ruhe."


bored (30.6.10 13:34)
er sagte ich vertreibe ihn mit meinen ewigen vorhaltungen. dann ist er lieber allein.
was er nicht verstehen kann ist
wenn mann nicht offen mit einem redet
wenn offenbar irgendwas nicht stimmt
wenn er das nicht kann oder will
aber auch nicht sagt oder zeigt
dass ihm noch was an mir liegt
den spiess umdreht
und auf alles was man ihn fragt
antwortet mit einem gegenangriff
weil er meine fragen als angriff versteht
anstatt einfach den drang ihn verstehen zu wollen

und wenn man zweifel hat
diese nicht versucht aus der welt zu schaffen
einen beruhigen
die situation auf- und zu erklären
in einer vernünftigen art


bored (30.6.10 13:34)
wenn er irgendwann einen dann irgendwann einfach ignoriert
keine antworten
kein sich melden
es dann doch tut und sagt er hat auf die ewigen vorhaltungen
keinen bock mehr
und nachdem es ja sonst keine erklörungen gibt
auf meine nachfrage ob er denn dann schluss machen will
weil ich einfach nur endlich wissen will /muss woran ich bin
sagt
nein schluss machen müsse man ja nicht gleich wegen sowas
ich solle nur aufhören ihn städnig zu löchern
und ich sage
aber wenn du nicht mit mir redest
wenn ich dich verstehen will
warum du bist und dich verhältst wie du es tust
weil das alles andre ist
als mir zu zeigen dass dir noch was an mir liegt
er dann äussere gründe anführt
die in einer beziehung wenn man sich mag oder liebt
nun wirklich keine rolle spielen
wenn man gemeinsam das ganze somit nicht beenden will
aber dabei trotzdem keiner seine bedürfnisse berücksichtig sieht


bored (30.6.10 13:35)
wir schauen beide big brother
diese staffel ist rein auf psychologie aufgebaut
er kann sich da richtig reinsteigern
verfolgt die gespräche und diskussionen
regt sich hier und da auf
versteht den und jenen
und ich sag irgendwann
dass ist bei denen wie bei uns grad:
die mögen sich nicht aber kommen miteinander aus.
und er sagt:
nein.
wir mögen uns und können nicht miteinander.
und ich sag
du ziehst dir den dreck bald rund um die uhr rein
kannst dich mit all den problemen anderer auseinandersetzen
aber was dich und mich betrifft
da blockst du einfach ab und wirst verletzend.
worauf er - natürlich - wieder gar nix sagt.


bored (30.6.10 13:36)
wenn sich also
jeder missverstanden fühlt
angegriffen vs ignoriert
und ich bei der nächsten gelegeheit kurz danach
als ich 2 stunden auf seine rückkehr warte
die 30 minuten hätten sein sollen
vorwürfe in fragen umwandle
vernünftig
einfühlsam und mit der bitte
mir es diesmal wenigstens zu erklären
wenn darauf absolut wieder rein gar nix kommt
man ihn damit in ruhe lässt
sich selbst weiterhin mangels antworten zerfleischt
und dann doch wieder fragt
wenn er nicht schlussmachen will
dass das aber auch keine art ist
dieses nicht-schlussmachen-wollen
positiv zu zeigen
sich soweit schon fast ernidrigt
zu sagen
dass man ihn trotz allem doch vermisst
und einfach nur eine erklärung möchte
und nicht einfach links liegen gelassen werden will
er dann am ende sagt
doch nur wieder sagt
dass er auf die vorwürfe
die diesmal gar keine waren
keinen bock mehr hat
und sich wohl wirklich nicht ändern kann
und dann doch lieber allein ist


bored (30.6.10 13:36)
DANN
is es ENDLICH raus.

eine erleichterung im ersten moment
weil endlich klar ist
was sache is.

aber wie sibylle berg so schön schrieb :

" Im guten Fall ist es einer, den wir ertragen, und im schlechten Fall muss man eben Schluss machen und wieder einsam durch die Gassen schleichen. Dazu hat man, mit Verlauf des Lebens, immer weniger Lust, auch hilft fortschreitendes Alter nicht bei einer Partnersuche, die doch meist biologischen Parametern folgt. Wer Schluss macht, erhofft sich eine Verbesserung für sein Leben, und die traurige Nachricht ist: Die findet sehr oft nicht statt. Das Leben wird selten besser, es wird nur weniger. "


bored (30.6.10 13:37)
und mir gefällt auch ihr satz :

"Die grossen Gefühle waschen aus, werden unklar wie der Mensch, der verschwimmt. Sind wir keine Dummköpfe, fühlen wir uns wohl in einer unkonturierten Zweisamkeit, angenehm, wie ein alter Pyjama, vertraut und gut riechend.

Das ist Liebe! Und sollte sie einst enden, so ist der Moment viel eindeutiger als der Beginn der Geschichte."


bored (30.6.10 13:53)
so is es eben.

es ist schluss weil jeder in seiner haut steckt
aus der er nicht rauskann
weil man nicht miteinander kann
obwohl man sich mag
aber immer wieder auch nicht ohne einander.

obs diesmal dabei bleibt
kann ich nicht sagen.

das war ja schon paarmal so.
und jedesmal kam er dann trotzdem wieder
nach monaten
oder wochen
weil ich ihm fehlen würde
und ich hab immer wieder nachgegeben
weil ich dachte
das muss doch auf die reihe zu bringen sein
wenn es beide wirklich wollen.

ich wünschte
es gäbe handfeste gründe
die kein wieder-nochmal für mich zulassen.
zb dass er wen anders hat
was er aber definitiv nicht hat.

oder ich wen andern
was dann halt eben aber auch net der falls is.

oder dass er gesagt hätte
er mag mich einfach nicht mehr
da wär wirklich gar nix mehr
was ihm an mir liegt

aber so ist das ein ewiges
irgendwie wollen
aber nicht auf die -reihe-bringen.

schlimm
wirklich .

jetzt ist jedenfalls schluss.
ich versuche das
einfach als genau so zu sehen.

und mir endlich zu nix mehr gedanken machen zu müssen.
bis das ganz durch ist
wird es aber dauern .


day / Website (30.6.10 22:53)
Ob ausgerechnet Sibylle Berg als Ratgeber, Wiederfinder oder Nachschlagewerk dienen sollte, bezweifle zumindest ich nachhaltig.


bored (30.6.10 23:08)
sie gibt einen ansatz .
allerdings kann weder sie
noch ich selbst mein und sein menschliches drama
wiederspiegeln
das so umfangreich im guten wie im schlechten ist
ich jedenfalls bin froh um ihre klaren worte
im ansatz
meine ganze wahrheit ist eine andere´
seine auch
und ich hoffe inständig nie so zynisch und bitter
werden zu müssen wie sie es in ihren texten
ist.
nicht dass ich das nicht auch schon mal war
aber trotz allem
erhielt ich die chance zu meinem inneren kind
zurückzufinden
naiv vielleicht
un-logisch
manche würde sage: dumm.
ich sage
dem herzen nach
das sich manchmal dem verstand entzieht
aber fähig zur freude an kleinen dingen
todunglücklich zu machen
durch kleine dinge
sich grossen dingen manchmal nicht gewachsen sieht
aber fähig zu lernen.
im guten.
hoffentlich egal was und wie :
immer im guten.




bored (30.6.10 23:14)
und wenn es im guten nicht geht
auf einen klaren verstand zu hoffen
der einem wege aufweist
weitergehn zu können
ohne andrer dabei zu zerstören
sich selbst nicht zu zerstören
gründe zu finden
warum ein leben
trotzdem lebenswert ist

und die hoffnung stirbt zuletzt.


day / Website (1.7.10 07:08)
Insgesamt muss ich sagen, dass es für mich schwierig mich zu beteiligen, da Deine kühlen, distanziert wirkenden Worten mit der Du die Situation beschreibst, in mir nicht wirklich etwas auslösen. Das ist nicht abwertend gemeint, aber ich habe das jetzt heute morgen nochmal gelesen und ich kann mich darauf nicht einlassen, weil mir solche Betrachtungen einfach fremd sind. Sorry ...


bored (1.7.10 21:23)
kühl und distanziert ?
du hast mir paarmal texte über dich und die fee geschrieben .wie ihr euch kennengelernt habt usw.
die waren auch recht sachlich gehalten.
wie soll mans denn auch anders schreiben.
es stimmt ich ringe um distanz
weil es so weh tut
weil damit sovieles den bach runter geht
was sehr wichtig für mich gewesen wäre
und weil ich mich leider wieder in der situation
befinde alles was mühsam und mit liebe erarbeitet war
wo ich x mal über meinen schatten gesprungen bin
mich dabei entwickelt hatte
gefallen dran gefunden hatte
was sehr viel kraft gekostet hat
und jetzt stellt sich - wieder - heraus:
umsonst.
umsonst bei ihm
wo er derjenige ist
den ich will und keinen andern.


bored (1.7.10 21:24)
nicht nur zurück auf null
sondern grad mal ganz tief ins minus
wenn es so weh tut dass der schmerz physisch ist
alles so tief sitzt dass man wenn man überhaupt schlaf findet
er und das ganze der letzte gedanke ist
und der erste beim aufwachen
ob ich will oder nicht
ich - die so gern mit genuss isst -
bekomm grad mal das nötigste runter
wenn ich merk ich muss weil mir schwindlig wird
wenn ich dachte ich könne mir mit ihm ein zuhause
aufbauen
ein menschliches zumindest
was das einzige ist
das mir sinn noch geben kann in meinem leben
weil es das ist
was ich am meisten brauche
weil wozu sonst alle andern problem meistern wollen
die ewigen kämpfe in einem beschissenen job
den ich aber brauche
weil ich sonst alles materielle verliere was ich noch habe


bored (1.7.10 21:24)
ich erinner dich nur an deine worte
was wenn die fee die nicht mehr wäre
und nehmen wir mal an
sie würde sich von dir trennen
egal wegen was

dann solltest du mich verstehen können.


bored (1.7.10 21:25)
und wenn so eine situation sich frisch ergeben hat
dann findet man sich in einem chaos aus vorwiegend negativen emotionen
hoffnungslosigkeit ,angst, und grosser trauer wieder
und immer noch die liebe dabei
die man für den andern trotzdem noch empfindet
man überlegt was man wann hätte besser oder
anders machen können
man sieht fehler ,auch die vorgeworfenen
und hat aber keine chance mehr
sie zu korregieren oder sich dazu erklären zu können
oder sich zu entschuldigen
weil es von der gegensete nicht mehr gewollt wird
weil ich nicht mehr gewollt werde
und das das einzige aber gewesen wäre
worauf ich noch einen persönlichen sinn sehn zu wollen
darum zu kämpfen
alles zu versuchen um lösungen zu finden


bored (1.7.10 21:25)
da ringt man für sich selbst um jeden funken distanz
um klarzukommen damit
irgendwie

und kämpft jedes wort
in die tasten
so gut wies geht
um sich das ganze von der seele
und aus dem kopf raus zu schreiben
für einen moment
und froh ist für diesen einen moment
der wie ein tropfen auf dem heissen stein
vergeht
bevor wieder das unerträgliche chaos einsetzt
die schmerzen
die rumquälerei


bored (1.7.10 21:26)
vielleicht so
wie wenn du deine texte über deine
schlaflosen nächte schreibst
wegen deiner gesundheitlichen probleme.

und du hast diesen stil
und ich jenen.

daran musst du dich auch weiterhin nicht beteiligen
musstest du nie
keiner muss das

aber ich muss
- schreiben.

that's it.




day / Website (1.7.10 22:49)
Ich schrieb einfach nur, was ich nach dem Lesen empfunden habe ... aber ... sicher ... es wird schon daran liegen, dass wir in vielen Dingen so grundverschieden sind, wie es wohl auch daran liegt, dass mich das Leben in Sachen Liebe einfach sehr verwöhnt hat und noch an ein paar anderen Faktoren sicherlich ... keiner weiss viel besser dass man(n) einfach schreiben muss und sei es nur für einen kleinen Moment der (vermeintlichen und/oder eingebildeten) Erleichterung ... und sich klarer zu werden, um zu klagen ... und .. und ... und ... - ach ja - dass ich mich nicht beteiligen muss(te), wusste ich schon ;-)


bored (2.7.10 00:50)
na dann is ja alles klar




bored (2.7.10 02:23)
ein schönes zitat von einer kollegin zu dem ganzen
die ich auf msn hab
und die noch ärgeres hinter sich hat :

" der eine hängt daran fest
dass er lieben kann
- und der andre dass er es nicht kann.

das macht es nicht leichter
aber es ist viel wert. "

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